Interessengemeinschaft zur Förderung der Elektromobilität im Unterallgäu
 
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1000 Kilometer elektrisch durch die Alpen
 
... oder durch die „Fürstentümer und Grafschaften“
    der Elektromobilität in drei Ländern.
 
Während im Unterallgäu eine tolle E-Tour durch den Kreis zog, nutzten wir unseren Urlaub zu einer privaten E-Tour von Mindelheim in den Chiemgau, Tirol und Südtirol. Die spannende Frage war, erreichen wir immer eine Ladesäule, und wenn ja kann man dort auch ohne großen Aufwand laden.
So ging es los zum ersten Ziel Miesbach, diese Strecke ist uns bekannt, da wohnen meine Schwiegereltern. Wie immer über Murnau, dort kann man umsonst laden. Kürzer wäre über Weilheim, aber dort braucht man für einmal laden eine Karte der Stadtwerke, Kostenpunkt 15,- € für 8 Tage laden. Keine Option für „nur“ Durchreisende.
In Miesbach kein Problem mit eigener Ladebox bei den Schwiegereltern, aber auch die Sparkasse Miesbach läst alle Emobilisten umsonst laden.
Nächstes Ziel war Bad Reichenhall, also einmal laden auf der Strecke. Leider klappte es in Chieming nicht mit unserer The New Motion Card aufs erste mal. In der Bäckerei die den Ladeparkplatz zur Verfügung stellt wusste keiner was. Hilfe gibt’s im Tourismusbüro so die Empfehlung. Die Damen waren sehr hilfsbereit konnten leider auch nicht für Strom in der Ladebsäule sorgen. So riefen wir den Betreiber Mobil Strom Chiemgau an. Der kam in Person von Herrn Bayschlag und konnte uns weiter helfen. Problem war das unsere Karte nicht für alle Nutzungen registriert war. Dies holten wir abends nach, dann klappte es am Rückweg wunderbar an den Säulen vom Mobil Strom Chiemgau. Das Gespräch mit Herrn Bayschlag war sehr interessant, Emobilisten haben immer die selben Probleme und Sorgen. Diese Gruppe ist auch sehr aktiv und veranstaltet heuer eine Tour um den Chiemsee. Das Netz an Säulen ist sehr gut ca. alle 7 Kilometer gibt es eine Säule, leider aber oft nur ein Anschluss.
Im Berchtesgadnerland war es auch kein Problem zu laden, so das der Auffahrt zum Dokuzentrum am Obersalzberg nichts im Wege stand, unten konnte man am VW Autohaus umsonst laden, direkt am Rand der Stadtmitte, nach einer Kaffeepause ist man gerüstet für die 700 Höhenmeter. In Bad Reichenhall bietet das Landratsamt eine Ladesäule umsonst an, leider ist es ganz weit draußen am Stadtrand, man kann dann „nur“ eine Stunde spazieren gehen während des Ladevorgangs.
In Salzburg gäbe es viele Ladepunkte aber leider nur mit Karte der Stadtwerke, keine andere Möglichkeit des freischaltens. Eine Karte für Spotanreisende gibt’s nicht, die Karte muss 5 Tage vorher bestellt werden.
Weiter ging’s wieder  über Miesbach mit einem Ladestop bei MC Donald in Grabenstätt, ein gutes Angebot, auch kostenlos und die Mitarbeiter waren sehr hilfsbereit beim freischalten der Säule.
Über den Achenpass ging’s bis zur Swarowski Kristallwelt im Inntal, die haben eine große E- Tankstelle für Fahrräder und E Autos. Leider keine Typ zwei Stecker nur 5 Polige CE Stecker. Aber mit unserer Ladebox ging auch hier das laden problemlos, nebenbei kann man die Ausstellung besuchen. Nun ging’s die alte Brennerstraße rauf, kurz vor dem Brenner gibt’s eine Ladesäule der Smartrics, ein über ganz Österreich verteiltes Netz, laden mit The New Motion Card klappte problemlos.  
Nächste Station war Sterzing geplant da wir den Jaufenpass fahren wollten. In Sterzing bietet ein Unternehmer selbst Tesla und Zoe Fahrer allen E Mobilisten kostenlos an zu laden. Leider schaltete seine Säule den Strom für den Smart nicht frei. So tankten wir an der normalen CE Dose mit unserer Ladebox. Da der Stopp kurz vor dem Jaufenpass ist kommen viele Durchreisende E Fahrer vorbei. Auch hier ergab sich ein sehr gutes Gespräch und Austausch unter Gleichgesinnten.
Jetzt den Pass rauf und ins schöne Meran runter fast kein Verbrauch da es drüben fast nur bergab geht und nachgeladen wird. Noch ein Stopp bis zu unserem Hotel im Vinschgau war geplant und auch nötig. Laut Ap sind die Säulen in Meran und Nauders für The New Motion frei. Leider klappte es nicht zu laden. Auch hier erwies sich das Tourismusbüro sehr hilfreich und stellte den Kontakt zum Betreiber her. Der nette Herr in der Zentrale schaltete uns dann die Säule umsonst frei. Im Gespräch stellte sich heraus das er noch nie von der New Motion Karte gehört hat, und er meinte das sie nur für eigene Karten freischalten. Die eigenen Karten gibt’s eben im Tourismusbüro zu kaufen und sind Wertkarten die mit einen Betrag geladen werden und dann abgetankt werden, also nicht verfallen, eine gute Lösung für Durchreisende die immer wieder kommen.
Am Hotel zu laden war kein Problem da keine Schnellladung mehr nötig war und an der normalen Steckdose geladen wurde. Es folgten entspannte Tage ohne Auto nur wandern und Zug fahren.
Die Heimreise ging über Reschenpass und Fernpass zurück nach Dirlewang. Laden in Imst kein Problem an einer Samrtrics Ladesäule im Einkaufszentrum. Nächste Station in Füssen ohne Probleme an den üblichen Säulen.
Fazit der Reise ist, es ist noch sehr viel zu tun das man ohne groß zu planen und organisieren einfach so  mit dem E Auto weite Strecken fahren kann. Die Reise war spannend, wir lernten interessante gleichgesinnte Menschen kennen die in den drei Ländern engagiert an der E Mobilität arbeiten. Beim nächsten mal haben wir mehr Erfahrung ob man den Pass noch rauf kommt? Dann hätten wir uns den einen oder anderen Ladevorgang sparen können. Durch das laden ist man gezwungen Pausen zu machen kann wenn möglich interessantes sehen oder besuchen, aber dazu müssen noch viele Ladesäulen an weiteren interessanteren Punkten installiert werden.
Wenn man sich Zeit nimmt zu reisen ist es eine spannende Erfahrung und ein entschleunigte umweltfreundliche Fahrt soweit mit dem E Auto zu reisen. Auf jeden Fall weiter zu empfehlen auch längere Reisen mit dem E Auto zu machen.
 
Grüße
Andreas und Andrea Felsl
 
 
Mittwoch, 27. April 2016
Am Jaufenpass
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