¬Ý
Interessengemeinschaft zur Fˆrderung der Elektromobilitˆ§t im Unterallgˆ§u
¬Ý
strokestrokestrokestroke
¬Ý
4000.- Kaufprˆ§mie fˆºr E-Autos
¬Ý
Nach Monaten der Ankˆºndigung (eigentlich sollte diese Nachricht bereits Mitte Januar verˆffentlicht werden) und nach einem Gipfeltreffen im Kanzleramt wurde nun endlich ˆºber eine staatliche Kaufprˆ§mie von 4.000.- Euro fˆºr E-Autos entschieden.
¬Ý
Seit Jahren fordern nun Experten und ebenfalls die IFEU eine Fˆrderung der E-Mobilitˆ§t ˆºber die bereits bekannten Maˆünahmen hinaus. Hier ein Link zur Veranstaltung ’ÄûJetzt red I’Äú des Bayerischen Rundfunks vom Nov. 2015. Mediathek des Bayerischen Rundfunks ab 34:51 und den Pressemitteilungen dazu.
¬Ý
Dieser Anreiz wird sicherlich wieder Unverstˆ§ndnis bei Leuten hervorrufen, welche sich nie mit diesem Thema beschˆ§ftigt haben, dafˆºr aber Biertisch-Argumente parat haben. Nun, es sei angemerkt, daˆü auch in den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts ein Anreiz zur Installation eine Katalysators die Abgasreinigung von einer ganzen Fahrzeuggeneration in Schwung gebracht hatte. Heute ist dies Standart. Einfach mal ˆºberlegen, ob dies mit E-Autos in 30 Jahren ebenfalls sein kˆnnte?
¬Ý
Zuerst die Fakten fˆºr Kˆ§ufer und kˆºnftige E-Mobilisten:
4000.- Euro Prˆ§mie abgezogen von den Bruttolistenpreisen von 12/2015
3000.- Euro Prˆ§mie bei Hybridfahrzeugen mit Batteriereichweite ’Ć 40 km
frˆºhestes Kaufdatum 18. Mai 2016, Antrag auch nachtrˆ§glich einreichbar
maximaler fˆrderfˆ§higer Netto-Listenpreis ohne Extras 60.000.- Euro
Rechnungskopie des Autohˆ§ndlers + Zulassungsnachweis nˆtig
Rechnungsvermerk mit Hersteller-Bestˆ§tigung ˆºber 2000.- (H-Anteil)
Antragstellung nur online bei der BAFA, hier unter diesem Link
Mindestnutzungsdauer des Kfz 9 Monate
Fˆrderdauer bis 30.6.19 oder Erreichen der Gesamtsumme von 1,2 Mio an ausgeschˆºtteten Fˆrdergeldern (incl. H-Anteil), bzw. 0,6 Mio B-Anteil,
¬Ý
zusˆ§tzliche Steuervorteile, gˆºltig bis 31.12.2020:
10 Jahre KFZ-Steuerbefreiung (zuvor 5/7 Jahre) rˆºckwirkend ab 1.1.16
Steuerbefreiung auf sˆ§mtl. Ladungen beim Arbeitgeber fˆºr Arbeitnehmer
Pauschalbesteuerung des geldwerten Vorteils durch Ladung beim Arbeitgeber mit 25% Lohnsteuer fˆºr Arbeitgeber
¬Ý
¬Ý
Ein paar stichhaltige Berechnungen mˆchte ich nicht vorenthalten:
¬Ý
Ein E-Auto ist bei Neuanschaffung ab 17.900.- Euro zu haben.
Darin enthalten sind derzeit 19% Mehrwertsteuer, also gehen 2858.- Euro dadurch direkt an Vater Staat.
Nun ist im Maˆünahmenpaket der Bundesregierung vorgesehen, auch die Automobilhersteller an den Kosten fˆºr diese 4000.- Euro Kaufprˆ§mie zur Hˆ§lfte zu beteiligen. Bund und Hersteller teilen sich diese zu je 2000.- Euro.
¬Ý
Rechnen wir doch einmal nach:
Die Hˆ§lfte von 4000.- macht 2000.- Euro, die seitens der Bundesregierung an dieser Kaufprˆ§mie pro Neu-Fahrzeug aufgebracht werden mˆºssen.
Gleichzeitig betragen alleine die Einnahmen durch die gesetzliche Umsatz-steuer hierbei 2858.- Euro.
Verbleibt eine Differenz von 858.- Euro, die der Bundesfinanzminister pro neugekauftem E-Auto immer noch einnimmt, beim gˆºnstigsten Modell.
¬Ý
Es gibt selbstverstˆ§ndlich auch teurere E-Autos zu kaufen, hierbei fˆ§llt der Mehrwertsteueranteil dann entsprechend noch hˆher aus:
Ein Fahrzeug eines deutschen Herstellers kostet mit 34.949.- Euro das Doppelte, der Umsatzsteueranteil betrˆ§gt hier schon stattliche 5580.- Euro !!!
Der Kˆ§ufer zahlt hierbei 5580.- Euro MWSt. und erhˆ§lt davon 2000.- Euro von der BAFA zurˆºck. Was fˆºr eine ’Äûfaire’Äú Sache...
¬Ý
Dennoch:
Wir finden, diese jetzt beschlossene Fˆrderung ist in der Lage, eine lˆ§ngst ˆºberfˆ§llige Eigendynamik zu entfalten, um der neuen E-Mobilitˆ§t endlich zum Durchbruch zu verhelfen. Jetzt bleibt nur noch die Ladeinfrastruktur diskriminierungsfrei so auszubauen, dass letzte Hˆºrden bei der individuellen Kaufentscheidung ebenfalls komplett ausgerˆ§umt werden kˆnnen. Gleichzeitig gehˆrt jedoch dazu, die oberen Etagen der eitlen, deutschen Automobilindustrie mit Nachdruck aus ihrem Dornrˆschenschlaf zu wecken, oder sollte man schreiben: ’ÄûVon ihrem hohen Ross zu holen’Äú?
Denn, die selbstgepriesene ’Äûfˆºhrende Automobilnation der Welt’Äú hat im Bereich E-Mobilitˆ§t lˆ§ngst nicht mehr die Nase vorn, vielleicht aber dafˆºr in der Vergangenheit und evtl. noch immer die Nase zu hoch oben getragen?

Wir mˆºssen anerkennen, daˆü amerikanische und asiatische Hersteller unsere Marktanteile lˆ§ngst erobert haben und z.B. mit einem Volumen von nunmehr ˆºber 400.000 Tesla-Model-3-Vorbestellungen sollte dieses Faktum mehr als nur dokumentiert worden sein. Zudem wird bereits in den Parlamenten von Lˆ§ndern wie Indien, Norwegen, ˆñsterreich und Holland diskutiert ab 2025 keine fossilen Fahrzeuge mehr zuzulassen. Finden Sie nicht machbar?
¬Ý
... fanden analog Pferdekutscher Anfang des 20. Jahrhunderts ˆºbrigens ebenfalls nicht, wurden aber dennoch binnen 20 Jahren nahezu komplett durch selbstfahrende Automobile (ohne Pferd) abgelˆst.

Nur, E-Autos sind lˆ§ngst noch nicht alles am Horizont der Mobilitˆ§t: Elektrobusse, E-Taxis und eCar-Sharing gilt es in grossen Stˆºckzahlen in die Stˆ§dte zu bringen, damit die Luftbelastung durch Schadstoffemissionen reduziert werden kann. Im Individualverkehr gilt es E-Roller und Pedelecs aus ihrem Nischendasein hervor zu holen und fˆºr E-Autos gilt es, das Laden beim Arbeitgeber, wie angekˆºndigt, endlich unkomplizierter zu regeln, um die Attraktivitˆ§t dieser umweltfreundlichen Technologie zu erhˆhen.

Aber vielleicht sollte einfach jeder politische Entscheidungstrˆ§ger zu einer Probefahrt in einem E-Fahrzeug eingeladen - besser verpflichtet - werden, um so die Dynamik und gleichzeitige Umweltfreundlichkeit dieser Technologie selbst ’Äûerfahren’Äú zu kˆnnen. Nicht nur der dabei fehlende Lˆ§rm, die komplett fehlenden Abgase, der fehlende Verbrauch von fossilen Energietrˆ§gern, die kaum existierende Feinstaubbelastung, die fehlende thermische Belastung und der etwa nur 1/3 betragende Energieverbrauch eines E-Autos im direkten Vergleich zu einem benzin- oder dieselbetriebenen Kraftfahrzeug sind final Fakten, die nicht zu leugnen sind.
¬Ý
Das gilt es endlich vorurteilsfrei zu kommunizieren!
¬Ý
Wir bleiben dran...
¬Ý
Thomas Scharpf
Dienstag, 26. April 2016
Jetzt ist es endlich amtlich:
Die Bundesregierung gewˆ§hrt nun doch die lˆ§ngst ˆºberfˆ§llige E-Mobilitˆ§ts Kaufprˆ§mie
ˆúbersicht
aller Berichte